NATIONALE VOLKSARMEE
  Mot. Schützenregiment 7



 
 
CHRONIK
 
letzte Änderung:
07. Februar 2017
 
 
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Linktipp:
 
Verband zur Pflege der Traditionen der
Nationalen Volksarmee und der Grenztruppen der DDR e.V.

28.02.2016
 
Erklärung der Generationen
Zum 60. Jahrestag der Gründung der Nationalen Volksarmee der Deutschen Demokratischen Republik
19.02.2016
 
NVA-Interessengemeinschaft Halle
17.02.2016
 
Chemischer Dienst der
Nationalen Volksarmee

02.12.2016
 
PR-15 Cottbus
14.08.2016
 
 
 
Buchtipp:
OHS der LaSk "E. Thälmann"
23.11.2009
 
Was wurde tats. aus der NVA?
19.02.2016
 
 
 
 
 


 
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CHRONIK
 
Der Namensgeber für den Ehrennamen

 

MAX ROSCHER


Max Roscher wurde am 22. Juli 1888 in Pockau/Erzgebirge als Sohn eines Kleinbauern geboren.
Er lernte Maurer. Von 1904 bis 1908 Wandergeselle, arbeitete in Ziegeleien und Baubetrieben.
1911 wurde er Mitglied der SPD.
Bei Kriegsausbruch Soldat, kam an die Front und unterhielt Verbindungen zur Spartakusgruppe. Im Dezember 1918 kehrte er nach Sachsen zurück und wurde Mitglied des Arbeiter- und Soldatenrates in Marienberg.
Er trat Ende März 1919 zur KPD über, 1920 Polleiter des UB Pockau. Bis 1922 arbeitete er als Maurer, wurde 1923 hauptamtlicher Orgleiter in Thüringen, kam 1924 nach Pockau zurück.
Er wurde im Mai 1924 Reichstagsabgeordneter im Wahlkreis Chemnitz-Zwickau, im Dezember jedoch nicht wiedergewählt.
Agitpropsekretär der BL Chemnitz-Erzgebirge, war von Februar bis November 1925 inhaftiert.
Von 1926 bis 1929 Abgeordneter des Sächsischen Landtages, UB-Leiter in Flöha, später in Freiberg in Sachsen. Während der Auseinandersetzung mit den Rechten 1928/29 vertrat Max Roscher die Linie des ZK.
Anfang 1931 verhaftet und im September 1931 wegen "Vorbereitung zum Hochverrat" RG zu 20 Monaten Gefängnis verurteilt, aber nach einiger Zeit freigelassen, da er sehr krank war.
Max Roscher blieb als Sekretär der KPD in Freiberg, emigrierte im Februar 1933 in die CSR. Er kehrte im August zur illegalen Arbeit nach Dresden und dann schließlich Ende des Jahres wegen seiner völlig zerrütteten Gesundheit nach Prag zurück. Von dort wurde er zur Wiederherstellung seiner Gesundheit in die Sowjetunion geschickt. Nach einem längeren Kuraufenthalt und einer Tätigkeit als Instrukteur in Charkow ging er bei Ausbruch des Bürgerkrieges nach Spanien und kämpfte im "Edgar-André- Bataillon" der Internationalen Brigaden. Vor Madrid wurde er im November 1936 schwer verwundet. Die hinter der Front und dann nach seinem Transport in die Sowjetunion vorgenommenen Operationen konnten ihn nicht mehr retten.
Max Roscher starb am 28. August 1940 in einem Erholungsheim für versehrte Spanienkämpfer in Peredelkino bei Moskau.
   Quelle: www.nva-forum.de; www.wikipedia.de
  Max Roscher
 
 
 
 
 
 

Die Familie von Max Roscher


Sein Sohn, Paul Roscher, geb. am 17.17.09.1913 in Pockau bei Marienberg, trat mit 15 Jahren dem kommunistischen Jugendverband bei, wurde in der Lehre Mitglied im Deutschen Metallarbeiter-Verband, 1932 der KPD und beteiligte sich aktiv am Widerstand gegen den Nationalsozialismus im Erzgebirge. Infolge dessen wurde er 1935 verhaftet und zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Die Strafe verbüßte er zunächst im KZ-Moorlager im Emsland, wurde später in das Strafbataillon 999 der Wehrmacht eingezogen und geriet in französische Kriegsgefangenschaft.
1947 kehrte er nach Deutschland in die SBZ zurück, wurde Mitglied der SED und begann eine Tätigkeit als Sekretär der SED-Kreisleitung Marienberg. Nach einem Studium an der Parteihochschule „Karl Marx“ 1954/55 und dem Abschluss als Diplomgesellschaftswissenschaftler hat er in verschiedenen Funktionen gearbeitet, wurde 1963 Erster Sekretär der Bezirksleitung Karl-Marx-Stadt. Diese Funktion übte er bis 1976 aus. Von 1963 – 1989 war er zudem Mitglied des ZK der SED und von 1963 – 1981 Mitglied der Volkskammer der DDR.
1993 verstarb Paul Roscher.
   Quelle: www.wikipedia.de

Liesel Roscher, die Frau von Max Roscher, als auch Tochter Gerdrud, lebten bis zu ihrem Tod in Pockau und nahmen aktiv am gesellschaftlichen Leben des Kreises Marienberg teil.
  Max Roscher
 
 
 
 
 
 

Der Ehrenname "Max Roscher"


Der Ehrenname „Max Roscher“ wurde in der DDR verliehen an:
  • das Mot.-Schützen-Regiment-7 in Marienberg
  • ein Torpedoschnellboot der Volksmarine
  • die polytechnische Oberschule in Mülsen
  • die polytechnische Oberschule in Borstendorf
  • die Jugendherberge Frauenstein
  • ein Bergwerksschacht in Brand-Erbisdorf
  • die LPG in Wermdorf
  • VEB Strumpfkombinat ESDA, Betriebsteil Gornau
  • eine Straße in Freiberg
  Max Roscher

Torpedoschnellboot "Max Roscher"

In den genannten Einrichtungen beschäftigte man sich in Achtung vor dem Leben des Spanienkämpfers Max Roscher mit der deutschen und internationalen Arbeiterbewegung nicht nur im Zusammenhang mit dem Kampf der Internationalen Brigaden aus vielen europäischen Ländern gegen das faschistische Franco Regime, sondern mit dem Widerstand gegen den Hitler-Faschismus und dem Kampf der Antihitlerkoalition für die Befreiung der besetzten Länder Europas im 2. Weltkrieg.

Die Aufstellung der Namensträger zeigt sehr deutlich, dass die aufgeführten Probleme bereits in der Schule ein Teil der Bildung und Erziehung der Kinder und Jugendlichen in der DDR waren und sich diese auch im Leben der Bürger in der einen oder anderen Art und Weise widerspiegelten.

Als Beispiele seien genannt:
  • Der Anführer aus dem Bauerkrieg, Thomas Münzer,
  • die Freiheitskämpfer gegen Napoleon Blücher, Schill und Lützow,
  • Kommunisten , wie Friedrich Engels,
  • Sozialisten wie August Bebel,
  • von aufständigen Matrosen, wie Reichpietsch und Köbis,
  • von Spartakisten, wie Karl Liebknecht
  • und eben Spanienkämpfern, wie Hans Beimler, Heinz Hofmann und unser Max Roscher.
92 Kasernen und andere militärische Einrichtungen der NVA erhielten den Namen von Widerstandskämpfern, die in der Zeit des Faschismus in Deutschland hingerichtet wurden.
   (V. Bednara, Oberst a.D.)
  Max Roscher

Generalfeldmarschall Gebhard Leberecht von Blücher

 
 

 

     

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