NATIONALE VOLKSARMEE
  Mot. Schützenregiment 7



 
letzte Änderung:
20. Januar 2023
 


Pressemeldungen
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Neues Deutschland
10.01.1979
 


 
 
 
 
 


 

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Im Spiegel der Presse

  60 NVA  


 

Neues Deutschland - 10.01.1979


   
 
Der Artikel in der Ausgabe des Neuen Deutschlands am 10.01.1979 hatte den Besuch des Armeegenerals Heinz Hoffmann und Generaloberst Heinz Keßler bei den Angehörigen unseres Regimentes, die sich im Wintereinsatz in Braunkohlebetrieben befanden, im Fokus.
(Zum Vergrößern des Artikels bitte auf das Bild klicken)
 
 
 

  Unsere Soldaten im unermüdlichen Einsatz

 

Armeegeneral Heinz Hoffmann und Generaloberst Heinz Keßler besuchten Angehörige der NVA in Braunkohlebetrieben der DDR

Cottbus (ND). Die seit Tagen an der Seite der Arbeiter im Kampf gegen die Folgen der extremen Witterung stehenden Angehörigen der Nationalen Volksarmee besuchte am Freitag das Mitglied des Politbüros des ZK der SED, Armeegeneral Heinz Hoffmann, Minister für Nationale Verteidigung. In zwei Braunkohlebetrieben des Bezirkes Cottbus informierte er sich mit den stellvertretenden Verteidigungsministern Generaloberst Heinz Keßler, Chef der Politischen Hauptverwaltung der NVA, und Generaloberst Host Stechbarth, Chef der Landstreitkräfte, über die Anstrengungen, die Bergleute und Soldaten sowie weitere Helfer vollbringen, um die Produktion in der Kohle- und Energiewirtschaft zu stabilisieren. Gemeinsam mit Werner Walde, Kandidat des Politbüros des ZK der SED und 1. Sekretär der Bezirksleitung Cottbus, weilten sie im Braunkohlewerk Welzow und im Braunkohlekombinat Senftenberg.


An Gleisanlagen und Förderbrücken der Tagebaue Welzow-Süd und Meuro führte Minister Hoffmann zahlreiche herzliche Gespräche mit Arbeitern und Soldaten. Er überbrachte ihnen den Dank der Partei- und Staatsführung für ihren aufopferungsvollen Einsatz zur Beseitigung der Folgen der extremen Witterung.

Leistungen erheblich gesteigert

In Welzow-Süd, wo zehn Prozent der Rohkohle aller DDR-Tagebaue gefördert und in das Kombinat Schwarze Pumpe sowie andere Kraftwerke geliefert werden, sind trotz anhaltender komplizierter Bedingungen die Leistung bei Abraumbeseitigung und Kohleförderung in den letzten tagen erheblich gesteigert worden. Arbeiter und Soldaten haben durch unermüdlichen Einsatz an Gleisanlagen, Großgeräten und Transportfahrzeuigen wesentlich dazu beigetragen, daß die Gasproduktion im Kombinat Schawrze Pumpe beträchtlich erhöht werden konnte. Am Donnerstag hatten die Gaswerker erstmals in der Geschichte des Kombinats eine Tagesleistung von mehr als 14 Millionen Kubikmeter Stadtgas erzielt. "Wir sind uns unserer hohen Verantwortung für die Volkswirtschaft und die Versorgung der Bevölkerung bewußt und werden, Bergarbeiter und Soldaten gemeinsam, alles tun, um die uns gestellten Aufgaben unter allen Umständen zu erfüllen", versicherte Werksdirektor Dr. Werner Seifert.

An den Gleisanlagen vor Ort, im tiefverschneiten Tagebau, meldete Major Karl-Heinz Kaufmann dem Verteidigungsminister, daß seine Panzersoldaten nach tagelanger Hilfe im Verkehrswesen nun in 12-Stunden-Schichten den Kohlekumpeln zur Seite stehen. Die Norm für das Verlegen der Schienen werde von seinen Genossen mit 140 bis 160 Prozent erfüllt.

"Als Soldaten wollen wir alle uns gestellten Aufgaben erfüllen, wie in der Gefechtsausbildung und bei Übungen so auch beim Einsatz in der Volkswirtschaft. Jeder von uns versteht, wie schwierig die Situation ist", erklärte Gefreiter Peter Bohne, Elektriker aus dem Hochbaukombinat Nordhausen und Fahrer eines Schützenpanzerwagens in seiner Kompanie. "Unsere Stimmung ist gut, denn wir wissen, wofür wir hier arbeiten", sagte er unter Zustimmung seiner Genossen zu armeegenral Heinz Hoffmann und Generaloberst Heinz Keßler. "Wir sind uns darüber im klaren, Genosse Minister", setzte der gefreite hinzu, "daß wir mithelfen, die Rückstände aufzuholen, damit es weiter vorwärts geht in unserer Volkswirtschaft, der Plan mit voller Kraft erfüllt wird und wir auch weiterhin die Ziele unserer Politik verwirklichen können."

Dank für unschätzbare Hilfe

Das Gespräch der Soldaten mit den Generalen wandte sich dann den unmittelbaren Aufgaben des Einsatzes und den dabei auftretenden Schwierigkeiten zu. Die von starkem Schneefall verwehten Schienen und die im Erdboden eingefrorenen Schwellen zu lösen, erfordern außerordentliche körperliche Anstrengungen.

Hauptingenieur Harry Patzig lobte die hohen Disziplin der Arbeiter und Soldaten, die überall schnell ein Kollektiv geworden sind. "Bei dem Dank für die unschätzbare Hilfe, die uns unsere Gnossen in Uniform in diesen schweren Tagen leisten, übersehen wir nicht, daß diese Hilfe zweitweilig ist. Unsere Hauptaufgabe bleibt, Kohle zu fördern, wie es die Aufgabe der Armee bleibt, friedliche Bedingungen für unser Aufbauwerk zu sichern", setzte der Hauptingenieur hinzu.

Gemeinsam im Wettbewerb

In Begleitung des Staatssekretärs im Ministerium für Kohle und Energie, Wolfgang Mitzinger, besuchten die Gäste danach den Tagebau Meuro. Kombinatsdirektor Hilmar Zabinski schilderte die komplizierten geologischen und meteorologischen Bedingungen in diesem Betrieb. Der Temperatursturz binnen weniger Stunden um 25 bis 30 Grad nach vorausgegangenen tagelangem Regen hatte die Kohleförderung über ganze Schichten unterbrochen. Dank dem heldenhaften Einsatz der Arbeiter und der Soldaten sei es gelungen, bei Kohleförderung, Brikettproduktion und Energieerzeugung mehr als drei Viertel der normalen Leistung wieder zu erreichen.

Die im Abraumzugbetrieb, beim Kohletransport und in den Bunkern der Brikettfabriken arbeitenden Soldaten seien voll in den sozialistischen Wettbewerb einbezogen, erklärte der Kombinatsdirektor. Die Arbeiter wüßten, daß die bei ihnen eingesetzten Soldaten aus dem Max-Roscher-Regiment zu einem Truppenteil gehören, der im vergangenen Jahr vom Verteidigungsminister als "Bestes Regiment" ausgezeichnet worden ist. Mit den gleichen Pflichtbewußtsein wie ihre militärischen Aufgaben würden die Mot.-Schützen nun ihren Kampfauftrag in der Kohle vorbildlich erfüllen.



Unmittelbar am Arbeitsplatz nahm Gefreiter Hans-Joachim Sachse, 21jähriger Kommunist und Lehrer von Beruf, stellvertretend für die hervorragenden Taten aller im Einsatz befindlichen NVA-Angehörigen, die Auszeichnung als "Aktivist der sozialistischen Arbeit" entgegen.

"Wir haben heute ein umfassendes Bild davon erhalten, wie schwer die Arbeit besonders unter den jetzigen harten Bedingungen ist", sagte Armeegeneral Hoffmann zu den Soldaten. "Vor allem freuen wir uns darüber, wie schnell die Arbeiter und Soldaten zu einem festen Kollektiv zusammengewachsen sind. Das erfüllt uns mit Genugtuung, auch wenn wir es nicht anders erwartet haben. Wir sind stolz auf die Arbeiterklasse und ihre Partei, die solche prächtigen jungen Menschen, solche vorbildlichen Genossen erzogen haben." Jetzt komme es in der Braunkohleindustrie darauf an, die Situation voll zu beherrschen und Rückstände aufzuholen. Das sei eine entscheidende Voraussetzung, damit in allen Bereichen der Volkswirtschaft die neuen höheren Ziele im Wettbewerb zu Ehren des 30. Jahrestages der DDR erreicht werden können.

 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

     

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